Gerade bei rauer See…
…ein starkes Team.

Mankohaftung bzw. Schadensersatz bei Kassenfehlbeträgen

Mankohaftung meint die Haftung des Arbeitnehmer

- Für Kassenfehlbestände

- Eine Fehlmenge im Warenbestand

Eine Mankohaftung können Arbeitgeber und Arbeitnehmer explizit vereinbaren, dann muss es aber auch eine Leistung für den Arbeitnehmer dafür geben, dass dieser das Risiko übernimmt, das so genannte Mankogeld. Gibt es kein Mankogeld, also keinen Ausgleich, sind die Mankoabreden unwirksam, so das BAG am 17.09.1998, 8 AZR 175/97.

Unabhängig von vertraglicher Vereinbarung gibt es auch so möglicherweise eine Haftung des Arbeitnehmers, wenn er sich pflichtwidrig verhalten hat.

Hier ist dann im Einzelfall zu prüfen

- Ob überhaupt eine Pflichtverletzung vorliegt

- Ggf. wie schwer diese ist

Das Verschulden des Arbeitnehmers muss der Arbeitgeber beweisen. Er wird auch mindestens mittlere Fahrlässigkeit nachweisen müssen, denn bei nur geringer Fahrlässigkeit wird der Arbeitnehmer in der Regel nicht haften.

- Ob ein Mitverschulden des Arbeitgebers vorliegt

Das Mitverschulden des Arbeitgebers kann in einer Überforderung des Arbeitnehmers liegen, also zum Beispiel einer unzureichenden Schulung vor der Übertragung der Aufgaben.

Oder in einer falschen Organisation des Arbeitsplatzes, wenn also bei anderer Organisation die Kassendifferenz nicht hätte entstehen können.

Bei hohen Schäden wäre dann auch noch zu prüfen, ob der Arbeitgeber sich nicht hätte versichern können.