Gerade bei rauer See…
…ein starkes Team.

Überstundenklagen – der Prozess

Im Rahmen einer Überstundenklage trägt der Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast. D.h. er muss diejenigen Tatsachen vorbringen, die den Vergütungsanspruch für die geleisteten Überstunden begründen. Der Arbeitnehmer muss im Einzelnen vortragen, an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten er über die übliche Arbeitszeit hinaus gearbeitet und – im Bestreitensfall – welche Tätigkeit er ausgeführt hat. Der Arbeitnehmer muss darüber hinaus auch belegen können, dass die Überstunden vom Arbeitgeber angeordnet waren, zumindest aber mit dessen „Wissen und Wollen geleistet wurden. 

Wenn der Arbeitgeber genau diese Tatsachen abstreitet, hat die Klage wenig Aussicht auf Erfolg. Ein pauschales Bestreiten auf Arbeitgeberseite genügt jedoch nicht. Der Arbeitgeber muss dem Vortrag des Arbeitnehmers substantiiert entgegentreten. 

Überstundenklagen machen insbesondere dann Sinn, wenn der Arbeitnehmer einen Nachweis über die getätigten Überstunden (Stundenzettel oder Ähnliches) vorlegen kann, die vom Arbeitgeber oder auch vom Arbeitskollegen abgezeichnet wurden. Die häufig von Mandanten vorgelegten eigenen Aufzeichnungen helfen dagegen nicht.