Ein starkes Team…
…wenn’s drauf ankommt.

Jobangebot ablehnen?

Welche Tätigkeit / Jobangebote Ihnen seitens der Agentur für Arbeit zugemutet werden können:

Der hier entscheidende Paragraph ist § 140 SGB III, http://dejure.org/gesetze/SGB_III/140.html, dessen wichtigsten Aussagen wir Ihnen gerne noch mit anderen Worten wiedergeben:

Im Grundsatz sind Sie verpflichtet, jede zumutbare Tätigkeit aufzunehmen, auch wenn sie nicht Ihrer Qualifikation oder vorherigen Tätigkeit entspricht.

Gründe für Unzumutbarkeit:

1. Zu niedriges Arbeitsentgelt (§ 140 Abs. 3 SGB III)

  • das erzielbare Arbeitsentgelt ist erheblich geringer als das Arbeitsentgelt, welches der Bemessung des Arbeitslosengeld zugrunde liegt
  • in den ersten 3 Monaten, wenn >20 % niedriger
  • in den folgenden 3 Monaten, wenn >30% niedriger
  • ab dem 7. Monat, wenn niedriger als das Arbeitslosengeld 

2. Pendelzeit unverhältnismäßig (§ 140 Abs. 4 SGB III)

  • Tägliche Arbeitszeit >6 Stunden, dann dürfen Pendelzeiten nicht größer als 2 ½ Stunden sein
  • Tägliche Arbeitszeit <6 Stunden, dann dürfen Pendelzeiten nicht größer 2 Stunden sein 

Gesondert können wir Ihnen noch folgende Ausführungen zum Umzug machen:

Ein ggf. erforderlicher Umzug führt nicht immer zur Unzumutbarkeit!

Liegt die Pendelzeit außerhalb der verhältnismäßigen Zeit, ist es u. U. zumutbar, dass ein Umzug in Kauf genommen werden muss; das ist aber NUR zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitssuchende in den ersten drei Monaten eine Beschäftigung finden wird. Ab dem vierten Monat ist ein Umzug i. d. R. zumutbar, wenn keine wichtigen Gründe entgegenstehen (z. B. familiäre Bindungen: Verheiratete, Personen mit Kindern).